Kapitel 29
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"Heute Abend ist es also soweit." Madeleine sah Francesca nachdenklich an. "Die große Audienz in der Zitadelle. Ich bin wirklich neugierig, wer alles da sein wird. Und fast noch neugieriger, wer nicht da sein wird."

Die letzten fünf Nächte waren in einer Art gespannter Erwartung verstrichen. Nach Osmadis Abdankung hatte Samia für heute Nacht zu einer Audienz in die Zitadelle geladen, um sich offiziell als Prinz von Jerusalem einzusetzen und eventuellen Herausforderern die Stirn zu bieten. William hatte inzwischen seine Übernahme von Cesars Ghoulen beendet und war angenehm überrascht gewesen, ausgesprochen fähige Leute vorzufinden. Er hatte den größten Teil der Zeit in der Zitadelle verbracht, um sich mit den Örtlichkeiten vertraut zu machen und Kontakte zu knüpfen. Mit dem Abschluß des Rituals und der Rückkehr der Ghoule in die Stadtwache hatten sich auch schlagartig die Zustände auf den Straßen geändert. William hatte sehr deutlich gemacht, daß er Übergriffe von Seiten der Wache nicht dulden würde. Außerdem hatte er sich eingehend mit dem Richter unterhalten, der die von der Wache Verhafteten abzuurteilen hatte, woraufhin der Mann seine Einstellung zu Bestechungsgeldern sehr schnell und sehr grundlegend überdacht hatte. Auch die zusätzlichen Steuern, die Cesar am König vorbei von seinen Leuten hatte eintreiben lassen, wurden abgeschafft, und die Bevölkerung atmete deutlich auf.

Madeleine hingegen hatte sich kurz überzeugt, daß ihre Anwesenheit auf den Straßen mit der Rückkehr der Ghoule nicht mehr unbedingt erforderlich war, und sich nächtelang bei den Illuminaten in der Bibliothek verkrochen. Sie wollte die kurze Ruhepause unbedingt nutzen, um mit ihren Nachforschungen über den Fluch voranzukommen, und da William von Baskerville tagsüber meist Botengänge und ähnliches für den Abt des Franziskanerklosters zu erledigen hatte, mußte sie sich selbst darum kümmern. Baskerville war wenig begeistert darüber, von dem Abt eingespannt zu werden, aber als Mitglied des Ordens konnte er sich nicht dagegen wehren. Immerhin hatte der Abt akzeptiert, daß er in der Stadt Unterschlupf gefunden hatte, und bestand nicht darauf, daß er im Kloster wohnte.

Einmal begegnete Madeleine in der Bibliothek sogar dem Jäger, von dem sie ähnliche Worte zu hören bekam wie William ein paar Nächte zuvor. Ansonsten war sie dort die meiste Zeit alleine. Ganz allmählich tastete sie sich voran, und in der zweiten oder dritten Nacht wurde ihr klar, daß sie mehr über die alte Frau wissen mußte, die den Fluch ausgesprochen hatte. Sie unternahm einen Ausflug zur Karawanserei im ehemaligen Heerlager, wo sie sich noch einmal sorgfältig und von den Hausbewohnern unbemerkt die Spuren des Leibwächters vornahm. Dabei erfuhr sie einige sehr interessante Dinge. Die Frau, die ihn verflucht hatte, wurde Namiah genannt und war die Hexe eines Stammes, der so weit im Süden ansässig war, daß Madeleine erstaunt war, daß es dort überhaupt noch Land geben sollte. Sie hatte den Fluch gewirkt, um einen mächtigen Kriegsfürsten unschädlich zu machen, und dieser Kriegsfürst war der jetzige Leibwächter gewesen. Allmählich kam der Lasombra der Gedanke, daß der Fluch möglicherweise sogar gerechtfertigt gewesen war. Trotzdem wollte sie weiterforschen. Selbst wenn der Schwarze Verbrechen begangen hatte, die seine Bestrafung angemessen erscheinen ließen, so gab es doch sinnvollere Wege, ihn dafür Buße tun zu lassen. Madeleine weigerte sich nach wie vor, zu glauben, daß er von Grund auf schlecht war. Und wenn er es nicht war, dann war es Verschwendung, seine Talente als Wächter eines fetten, gierigen Händlers einzusetzen. Die Lasombra beschloß, weiterzusuchen, und so verbrachte sie auch die nächsten Nächte zwischen ihren Büchern, bis es schließlich soweit war: der Abend der Audienz war herangebrochen.

 

Madeleine schlüpfte aus dem Bett und ließ die Finger über ihr rotes Kleid gleiten. "Immerhin hatte Icharyds Zögern, sich mit uns zu verbünden, auch etwas Gutes", meinte sie. "Ich hätte das Kleid wirklich vermißt. Dafür mußte ich ihm versprechen, daß ich es heute Abend anziehe."

"Welch großes Opfer", spottete Francesca. "Soll ich Caterina Bescheid geben, daß sie dir helfen soll?"

"Ja, bitte. Aber zuerst brauche ich ein Bad."

 

Madeleine hatte gerade beschlossen, aus dem Badezuber zu steigen, als sie zu ihrer Überraschung spürte, wie William erwachte. Nach ihrem Zeitgefühl war er etwa eine halbe Stunde zu früh dran, die Sonne konnte unmöglich schon untergegangen sein. Was ist denn mit dir los? erkundigte sie sich besorgt.

Weiß nicht, kam es verschlafen und ein wenig mißmutig zurück. Ich hatte keine Alpträume oder so etwas, ich bin einfach wach geworden. Naja, wach... es ist noch viel zu früh, das ist ekelhaft.

Madeleine wußte schon, wie sie ihn wecken konnte. Schade, daß du noch so müde bist, meinte sie spitzbübisch. Sonst könntest du mir beim Abtrocknen helfen. Ich bin nebenan im Bad.

William war schlagartig wach. Das sollte ich auf jeden Fall tun, erklärte er eifrig. Wer weiß, sonst erkältest du dich vielleicht noch. Madeleines lautes Lachen war über den Flur zu hören.

 

"Da seid ihr ja." Samia saß im Audienzsaal auf dem Thron und wirkte sehr nachdenklich. "Ihr seid früh dran."

"Wir dachten, es ist besser, wenn wir rechtzeitig da sind und uns vielleicht noch mit dir absprechen können", bestätigte William. Er sah die Caitiff an und runzelte die Stirn. "Stimmt etwas nicht?"

"Ja. Alles." Samia sah zu Boden. "In etwa zwei Stunden werden alle Kainiten der Stadt hier erscheinen. Oder fast alle, ich glaube nicht, daß Khosann so verrückt sein wird, sich zu zeigen. Ich werde von ihnen verlangen, daß sie sich meiner Herrschaft beugen. Und was glaubt ihr wohl, was ich tun soll, wenn sich einer von ihnen weigert? Ihn umbringen? Dann bin ich nicht besser als Baltimore." Sie schüttelte leicht den Kopf. "Zumindest Osmadi wird sich nicht so leicht zufriedengeben. Ich bin mir nicht sicher, ob er selbst gegen mich aufbegehren wird, ich an seiner Stelle würde die Äbtissin vorschicken, um meine Grenzen zu testen. Aber das ändert nichts an der Sache." Jetzt endlich blickte sie auf. "Versteht ihr, wieso das so schwierig ist?"

"Allerdings", gab Madeleine zu. "Und ich weiß im Moment ehrlich gesagt auch nicht, was ich dir raten soll. Das einzige was mir einfällt, wäre eine Art Ultimatum. Du gibst jedem, der sich dir nicht unterstellen will, einen Tag und eine Nacht, um die Stadt zu verlassen."

"Das verschiebt das Problem höchstens", widersprach Samia. "Und die eigentliche Frage bleibt trotzdem: Was legitimiert mich? Woher nehme ich das Recht, jemanden zu töten, nur weil er sich mir nicht beugen will?"

"Das kann ich dir nicht sagen", erwiderte William. "Die Tatsache, daß es außer dir in dieser Stadt niemanden gibt, der auch an die Menschen denkt, vielleicht. Ich weiß es nicht."

"Das Problem ist einfach, daß irgendjemand auf jeden Fall versuchen wird, herauszufinden, wie weit ich gehe, um meinen Anspruch zu verteidigen. Und dazu kommt, daß sich die Monster der Stadt gegen mich verbünden werden. Bisher waren sie untereinander uneins, aber wenn ein gemeinsamer Feind da ist, werden sie ihre Streitigkeiten beiseitelegen. Und dann stehe ich alleine gegen sie und habe keine Chance."

"Du bist nicht alleine", erinnerte Madeleine. "Wir haben dich bisher unterstützt und werden das weiterhin tun."

"Ja, und das macht es eher noch schlimmer. Ihr seid meine Klinge, aber ihr habt schon gesagt, daß ihr nicht für lange hierbleiben wollt. Und wenn ihr in einem Jahr oder vielleicht zwei die Stadt wieder verlaßt, habe ich das Problem erneut."

"Dann müssen wir eben gemeinsam dafür sorgen, daß du bis dahin fest genug im Sattel sitzt", erklärte die Lasombra und fügte lautlos hinzu: Ich mache mir allmählich Sorgen. So kenne ich Samia gar nicht. Ich meine, sie hat recht, aber in der augenblicklichen Situation können solche Zweifel tödlich sein.

Ich werde mich jedenfalls später schön in der Nähe des Throns halten, erwiderte William grimmig. Wenn wir nicht gebraucht werden, um so besser, aber wenn es sein muß, werde ich eingreifen.

Wir werden eingreifen, erinnerte Madeleine ihn sanft. Aber wir müssen uns so lange wie möglich zurückhalten. Es darf auf keinen Fall so aussehen, als würde sich Samias Anspruch nur auf unsere Macht gründen.

Samia sah von einem zum anderen. "Hallo?"

"Entschuldige, das war unhöflich", gab Madeleine etwas zerknirscht zu. "Man gewöhnt sich irgendwie daran..."

Die Caitiff schüttelte den Kopf und lächelte leicht. "Ich glaube, ich werde euch zwei nie verstehen."

William grinste sie an. "Mach dir nichts daraus, da bist du nicht die einzige." Er wurde wieder ernst. "Sag uns, wie wir dir helfen können, und wir tun es."

Samia seufzte. "Ich wüßte nicht, was ihr tun könnt. Außer, ihr habt eine Möglichkeit, eine Waffe aggressiver zu machen. Wenn ich schon kämpfen muß, dann will ich auch gewinnen."

"Vernünftige Einstellung", murmelte Madeleine. "Aber ich glaube nicht, daß wir eine solche Möglichkeit haben..."

Wir haben eine, stellte William fest. Besser gesagt, du hast eine. Erinnerst du dich an das Elixier, das Baskerville in Konstantinopel gebraut hat, und das gegen übernatürliche Wesen und besonders gegen Schatten wirkt?

"Stimmt", sagte Madeleine laut. "Ich habe etwas." Sie beschrieb Samia die Wirkungsweise des Mittels und wie man es anwenden mußte.

Die Caitiff sah sie nachdenklich an. "Und das Zeug ist effektiv?"

Madeleine hob die Schultern. "William hat mich damals äußerst eindringlich davor gewarnt, damit in Kontakt zu kommen, besonders als Schatten. Und du kennst ihn, er neigt gewöhnlich nicht zu Übertreibungen."

Samia gab sich einen Ruck. "In Ordnung. Hol das Mittel. Ich bin mir ziemlich sicher, daß ich es heute Nacht mit mindestens einem Lasombra zu tun bekomme, da kann ich jeden Vorteil gegen die Schatten gebrauchen, den ich bekommen kann."

"Ich bin unterwegs", erklärte William, und gleich darauf flatterte eine Fledermaus durch eines der Fenster davon.

Samia sah ihm hinterher und seufzte. "Jeder in dieser verdammten Stadt will Prinz sein, nur ich nicht. Warum muß ausgerechnet ich den Posten bekommen?"

Madeleine lächelte. "Vielleicht gerade, weil du ihn nicht willst. Ich denke, daß sich hier in nächster Zeit einiges zum Besseren verändern wird."

Die Caitiff schwieg einen Moment lang nachdenklich. "Es gibt kein Elysium in Jerusalem", murmelte sie dann.

"Vielleicht sollte es eins geben", meinte Madeleine. "Ein neutraler Ort für Geschäfte und Verhandlungen, das wäre nicht schlecht."

"Und wer soll sich darum kümmern? Weder ihr beide noch Azim oder ich sind neutral."

"Wir nicht", antwortete Madeleine ruhig. "Aber wir kennen doch den perfekten Kandidaten dafür. Icharyd", fügte sie hinzu, als Samia sie fragend ansah.

"Du hast recht", gab Samia zu. "Seine Taverne wäre der ideale Ort dafür. Und Icharyd könnte seine Neutralität garantieren." Sie grinste leicht. "Mal sehen, was er davon hält."

 

Erstaunlicherweise waren Leila und Delryn die ersten, die eintrafen. Die beiden Kappadozianerinnen betraten eine halbe Stunde vor Mitternacht den Audienzsaal und sahen sich neugierig um. Leila nickte William und Madeleine grüßend zu, die sich scheinbar allein im Saal aufhielten. Samia hatte sich zurückgezogen, Azim stand getarnt in einer Ecke.

"Guten Abend", zischelte sie. "Man hat uns..."

"... zu einer Versammlung gebeten", ergänzte Delryn in ihrem merkwürdig singenden Tonfall.

"Wir sind schon sehr neugierig."

"Sehr neugierig, worum es sich handelt."

Die beiden können das fast so gut wie wir, kommentierte William trocken und verneigte sich höflich.

"Ich grüße Euch", sagte Madeleine und deutete einen Knicks an.

Die beiden lächelten leicht und blieben in der Nähe der Tür stehen, von wo aus sie einen hervorragenden Überblick über den ganzen Saal hatten.

Als nächstes erschien Icharyd, gleich darauf gefolgt von Tarnesh. Der Toreador sah Madeleine und eilte strahlend auf sie zu. "Einen wunderschönen guten Abend, Madame. Es ist sehr freundlich von Euch, meiner Bitte zu entsprechen. Ihr seht wirklich hinreißend aus." Er ging langsam um Madeleine herum, um sie von allen Seiten zu bewundern. Caterina hatte wieder einmal ganze Arbeit geleistet. Alles saß perfekt, und natürlich durften auch die Halskette und das Armband nicht fehlen. Icharyd war sichtlich begeistert, was sich vor allem dadurch bemerkbar machte, daß er eine ganze Weile lang kein Wort sagte.

Tarnesh grinste und trat auf William zu. "Guten Abend, Sir William. Madame de Neuville scheint ja einen eifrigen Bewunderer gefunden zu haben."

William grinste zurück. "Das Kleid, das sie trägt, wurde von einem Toreador angefertigt. Icharyd hat, sagen wir, eine Schwäche dafür." Er ließ sich von dem Tremere in ein belangloses Gespräch verwickeln und beobachtete dabei unauffällig die Umgebung.

Nach und nach trafen die übrigen Gäste ein. Bodhi nickte kurz in die Runde und verzog sich unauffällig in eine Ecke. Tarzok, der Gangrel, schien sich im Saal ausgesprochen unwohl zu fühlen und hielt sich so dicht wie möglich bei der Tür. Kurz vor Mitternacht erschien Aran Hendor, begleitet von einer jungen Frau, die weder William noch Madeleine je vorher gesehen hatten. Sie war sehr hochgewachsen, so groß wie William, aber dabei so schlank, daß sie schon zerbrechlich wirkte. Sie hatte ungewöhnlich lange, sehr schmale Finger und eigenartige Augen, die starr und kalt wie Glas wirkten. Eine sehr außergewöhnliche Erscheinung, und keine angenehme. Madeleine schauderte innerlich, ließ sich jedoch nichts anmerken. Aran nickte den beiden übertrieben freundlich zu und postierte sich mit seiner Begleiterin in der Mitte des Saals.

Gerade noch pünktlich erschienen die letzten beiden Erwarteten. Mit dem ersten Glockenschlag zu Mitternacht betrat Osmadi ibn Harun ibn Djalal ibn Darak Doranag mit der Äbtissin Brunhilde von Liechtenstein den Saal. Er nahm gerade genug Notiz von den übrigen Anwesenden, um der Höflichkeit so eben Genüge zu tun, dann ignorierte er alle und begann, sich flüsternd mit der Äbtissin zu unterhalten.

Plötzlich stand Samia vor dem Thron, und auch Azim ließ seine Tarnung fallen. "Ich grüße Euch", sagte die Caitiff. "Ich heiße Euch hier willkommen und danke Euch, daß Ihr der Einladung gefolgt seid. Es sind in den letzten Nächten einige Dinge geschehen. Vieles hat sich verändert, und etliches bedarf einer Klarstellung. Ihr kennt mich und wißt, daß es nicht meine Art ist, lange um die Dinge herumzureden. Deswegen werde ich gleich zum Punkt kommen. Mit dem Ausscheiden der übrigen Prinzen übernehme ich ab sofort die alleinige Regentschaft über diese Stadt. Das bedeutet, daß sich hier einiges ändern wird. Meine Vorgänger haben es mit der Einhaltung der Traditionen, die uns seit vielen Jahrhunderten überliefert sind, nicht sehr genau genommen. Ich sehe das etwas anders. Mit der heutigen Nacht sind die sechs Traditionen bindend für jeden Kainiten, der sich in Jerusalem aufhält. Und weil ich den Eindruck habe, daß manche hier bereits vergessen haben, wie sie lauten, werde ich sie jetzt noch einmal wiederholen." Sie sah unbewegt in die Runde, als sie mit klarer Stimme die überlieferten Worte rezitierte. Dann schwieg sie einen Moment, ehe sie fortfuhr: "Dies sind die Regeln, nach denen wir in dieser Stadt existieren werden. Wenn jemand unter Euch damit ein Problem hat, so mag er jetzt gehen. Er hat eine Nacht und einen Tag, um Jerusalem zu verlassen."

Einen Augenblick lang rührte sich nichts, dann trat Tarzok vor. "Dies sind Gesetze, die meinem Wesen widersprechen. Ich kann mich ihnen nicht unterwerfen. Ich werde gehen."

Samia nickte. "Das akzeptiere ich. Geht in Frieden."

Tarzok drehte sich kommentarlos um und verließ den Saal.

"Noch jemand?" fragte Samia. Niemand meldete sich, aber die Äbtissin begann, mit Osmadi zu tuscheln. Samia warf ihr einen eisigen Blick zu. Brunhilde zuckte leicht zusammen und verstummte. "Da anscheinend alle übrigen Anwesenden mit meiner Regentschaft einverstanden sind, fordere ich Euch nun auf, dem neuen Prinzen die Ehre zu erweisen."

Azim trat einen Schritt vor und sank auf ein Knie. "Mein Prinz." William und Madeleine machten ebenfalls einen Schritt nach vorn und folgten seinem Beispiel. Nach und nach gingen alle Versammelten auf die Knie - alle, außer der Äbtissin und der Fremden, die mit dem Ravnos gekommen war.

Einen langen Moment passierte gar nichts. Dann gab Samia den Knienden einen Wink, sich zu erheben, und sah die beiden Frauen kalt an. "Wer ist es, der sich gegen mich stellt? Nennt Eure Namen, damit ich meine Feinde kenne."

Die Äbtissin erwiderte den Blick ebenso eisig. "Ich bin Äbtissin Brunhilde von Liechtenstein, vom Clan Lasombra, und ich zweifle Euer Recht an, diese Stellung zu beanspruchen."

"Mein Name ist Ilta." Die Fremde hatte gesprochen, und ihre Stimme paßte zu ihrer ganzen Erscheinung. Kalt und unangenehm, klang sie nicht wirklich menschlich. "Ich gehöre zu den Jüngern Sets."

Auch das noch, stöhnte William, während Madeleine meinte: Sieh dir Aran an - er macht nicht den Eindruck, als hätte er vorher gewußt, wer seine Begleiterin ist.

In der Tat war der Ravnos bei Iltas Worten hastig ein Stück von ihr weggerückt und wirkte plötzlich gar nicht mehr so glatt und überheblich.

Samia trat einen Schritt auf die Äbtissin zu. Alle Umstehenden wichen zur Seite und machten ihr Platz. Gleich darauf spürte Madeleine, wie die Lasombra nach den Schatten griff. Und plötzlich wanden sich zwischen den beiden Kontrahentinnen drei schwarze Tentakel, die nach Samia schlugen.

Die Caitiff zog ihr Schwert und ging weiter. Ohne den Blick von Brunhilde zu nehmen, ließ sie die Klinge in einem weiten Bogen herumsausen. Das Schwert berührte jeden der Tentakel kurz - und die lösten sich sofort auf. Das Gift auf der Klinge war in der Tat so wirksam, wie Baskerville versprochen hatte. Madeleine fühlte sich noch nachträglich etwas unwohl bei dem Gedanken, wie lange sie die Phiole mit sich herumgetragen hatte.

Samia blieb einen Schritt vor der Äbtissin stehen. "Ist das alles, was du zu bieten hast?" fragte sie verächtlich. "In diesem Fall solltest du von meinem Angebot Gebrauch machen und gehen. Und zwar jetzt sofort."

Brunhilde warf ihr einen mörderischen Blick zu, dann drehte sie sich auf dem Absatz herum und rauschte davon. Samia sah ihr mit unbewegter Miene hinterher. Und dann ging plötzlich alles rasend schnell. Als sie neben der Setitin angekommen war, blieb Brunhilde stehen und riß die Arme hoch. Schlagartig wurde es dunkel im Saal, und alle Geräusche klangen dumpf und wie durch Watte gedämpft. William und Madeleine konnten nur erahnen, was da vorn vor sich ging. Sie glaubten schemenhaft eine vierte Gestalt zwischen den drei Frauen auszumachen, die sich blitzschnell bewegte. Dann kehrte das Licht genauso rasch zurück, wie es verschwunden war. Die vierte Gestalt, die Madeleine kurz gesehen zu haben glaubte, war verschwunden. Äbtissin Brunhilde von Liechtenstein lag am Boden, einen Pflock tief in der Brust. Und just in dem Moment, als es wieder hell wurde, pfiff Samias Klinge durch die Luft und trennte Iltas Kopf sauber von ihrem Hals.

Einen Augenblick lang waren alle Umstehenden wie erstarrt. Dann beugte sich Samia hinab, wischte ihre Klinge an Iltas Umhang ab und richtete sich wieder auf. Gemessenen Schrittes ging sie zum Thron zurück und ließ ungerührt den Blick schweifen. "Gibt es noch weitere Einwände gegen meine Regentschaft?" Niemand rührte sich. Samia nickte zufrieden. "Gut. Dann wäre das geklärt und wir können zu den restlichen Formalitäten übergehen. Als erstes: Ich habe bereits deutlich gemacht, daß ich in meiner Stadt keine Monster dulden werde. Es gibt hier einen Kainiten, der bereits früher in einem Ausmaß gegen die Traditionen verstoßen hat, das ich nicht tolerieren kann." Ihr Blick wurde hart. "Er ist meinem Ruf nicht gefolgt, sich heute Nacht hier einzufinden, und er weiß wohl, warum. Ab morgen bei Sonnenuntergang ist auf Torgosz Khosann vom Clan Tzimisce eine Blutjagd ausgerufen. Jeder Kainit, der die Macht hat, sich seine vitae zu nehmen, mag dies tun, ohne Strafe befürchten zu müssen." Ein Raunen ging durch die Versammelten. Samia schwieg einen Moment, um ihnen Zeit zu geben, das eben Gehörte völlig zu begreifen. Dann hob sie leicht die Hand, und sofort herrschte wieder Ruhe. "Wo wir gerade beim Thema sind: mein Vorgänger hielt es für angebracht, eine Blutjagd auf jeden Assamiten auszurufen, der einen Fuß in die Stadt setzt. Diese Blutjagd ist mit sofortiger Wirkung aufgehoben. Wer dazu Fragen oder ein Problem hat, darf sich gerne an meinen Stellvertreter wenden." Sie deutete auf Azim, der mit unbewegter Miene in der Nähe des Throns stand. "Nun zu den weniger unangenehmen Dingen. Sir William von Tintagel, tretet vor." William gehorchte. "Mit dem Ableben von Cesar van Dyke und der Abreise seines Kindes seid Ihr der einzige Ventrue in Jerusalem. Ich ernenne Euch hiermit zum Primogen Eures Clans. Ihr übernehmt die Verantwortung für jeden Ventrue, der in Jerusalem zu Gast ist. Und da es keine Angehörigen dieses Clans mehr hier gibt, werden sich auch die durchreisenden Malkavianer bei Euch vorstellen."

Herzlichen Dank, dachte William säuerlich, ließ sich aber nichts anmerken. "Wie mein Prinz wünscht", erklärte er und verbeugte sich.

Samia nickte zufrieden. "Madeleine de Neuville." Madeleine trat einen Schritt nach vorn. "Euch übertrage ich ebenfalls das Amt einer Primogen. Es mag in dieser Stadt ältere und etabliertere Lasombra geben", dabei sah sie Osmadi direkt an, "aber ich bin sicher, daß diese Aufgabe bei Euch in guten Händen ist."

Madeleine sank in einen tiefen Knicks. "Mein Prinz." Dann drehte sie sich zu Osmadi um.

Der verneigte sich. "Madame." Madeleine erwiderte die Verbeugung mit einem Knicks, der deutlich weniger tief ausfiel als der vor Samia. Da Osmadi wesentlich älter war als sie, stand ihm eine gewisse Höflichkeit protokollgemäß zu. Andererseits besaß Madeleine den höheren Rang, was ihr im Rahmen der Etikette einen gewissen Spielraum ließ. Und da sie wußte, daß Osmadi alles andere nur als Schwäche ihrerseits ausgelegt hätte, nutzte sie ihn.

Samia sah dem ganzen Austausch zu und tat, als bemerkte sie die Spannung zwischen den beiden nicht. "Eine weitere Sache gibt es noch zu verkünden", erklärte sie dann. "Icharyd vom Clan Toreador, tretet vor." Icharyd gehorchte und gab sich sichtlich Mühe sich seine Verwirrung nicht anmerken zu lassen. Er hatte offenbar keine Ahnung, was jetzt auf ihn zukam. "Es gibt in Jerusalem bisher kein Elysium", fuhr Samia fort und ignorierte seine Nervosität. "Ich habe beschlossen, das zu ändern. Ihr", damit sah sie Icharyd gerade in die Augen, "seid der neutrale Faktor dieser Stadt. Mit Eurer Taverne habt Ihr die idealen Voraussetzungen für einen Ort des Friedens, an dem Gespräche und Verhandlungen möglich sind. Ich übertrage Euch hiermit die Aufgabe, ein Elysium aufzubauen und zu unterhalten. Sorgt für seine Neutralität und die Sicherheit seiner Gäste. Habt Ihr Einwände?"

Der Toreador war völlig verblüfft, fing sich aber bemerkenswert schnell wieder und verneigte sich elegant. "Nein, mein Prinz. Es wird mir eine Ehre sein."

"Gut", sagte Samia und sah sich um. "Ich denke, das wäre vorerst alles, und der offizielle Teil des Abends kann beendet werden. Wer sich zurückziehen will, mag das tun. Für die übrigen werde ich gleich eine Erfrischung reichen lassen. Zuvor aber noch ein Wort der Warnung: Ich erwarte, daß die Gefäße anständig behandelt werden." Sie deutete auf den Kopf, der noch immer mitten im Saal lag. "Wer einem von ihnen Schaden zufügt, wird Madame Gesellschaft leisten." Sie klatschte in die Hände, worauf sich einige Seitentüren öffneten und etliche Sterbliche den Saal betraten. Während sie sich unter die Kainiten mischten, erschienen ein paar Diener und entfernten unauffällig Iltas Überreste und die gepflockte Äbtissin.

Ganz allmählich begannen sich die Anwesenden etwas zu entspannen. Kleine Grüppchen bildeten sich, in denen leise geredet wurde. Es dauerte nicht lange, bis sich die ersten verabschiedeten, und es überraschte niemanden wirklich, daß Osmadi als erster ging.

Madeleine trat zu Azim, der alleine neben dem Thron stand und das Geschehen im Saal beobachtete. "Ich würde mir gerne einmal ansehen, womit wir es vorhin zu tun hatten", sagte sie leise. "Ich nehme an, deine Helfer haben sie an einen sicheren Ort geschafft?"

"Welche Helfer?" fragte Azim, und seine Stimme, obwohl kaum hörbar, war schneidend wie eine Klinge.

Verdammt, dachte Madeleine, das war ein Fehler. "Die, die nicht da sind", antwortete sie.

Der Assamit warf ihr einen vernichtenden Blick zu. "Später. Du bist nicht die einzige hier, die gute Ohren hat." Damit ließ er sie stehen.

William unterhielt sich inzwischen mit Tarnesh. "Eine interessante Entwicklung", fand der Tremere.

"In der Tat. Mit einer Setitin hätte ich wirklich nicht gerechnet. Aran Hendor scheint nicht gewußt zu haben, mit wem er hier ankam."

Tarnesh hob die Schultern. "Wundert Euch das? Setiten sind in den wenigsten Städten gern gesehen, es wäre doch dumm von ihr gewesen, sich vorher zu erkennen zu geben." Er runzelte leicht die Stirn. "Ich frage mich, warum sie es jetzt getan hat. Das ganze war eindeutig abgesprochen, aber was hatte sie dabei zu gewinnen?"

"Das kann ich Euch nicht sagen", erwiderte der Ventrue und lächelte Madeleine entgegen, die gerade zu ihnen herüberkam. Was ist denn los? fragte er, als er Verärgerung bei ihr spürte.

Ich habe einen Fehler gemacht, erwiderte sie. Ich erkläre es dir nachher. "Tarnesh", begrüßte sie den Tremere. "Es erstaunt mich, daß Ihr noch hier seid", fügte sie hinzu und lächelte. "Immerhin ist mit Samias Machtübernahme unser Vertrag erfüllt. Und ich hatte doch den Eindruck, als würde es Euch sehr interessieren, was sich unter dem Siegel verbirgt."

"Da habt Ihr natürlich recht", gab der Tremere zu. "Ich werde mich auch bald zurückziehen."

Madeleine nickte. "Ich habe mich bemüht, beim Schreiben möglichst ausführlich zu sein. Solltet Ihr weitere Fragen haben, wendet Euch an mich, und ich werde sie beantworten."

Tarnesh nickte erfreut. "Ich danke Euch. Wenn Ihr mich dann bitte entschuldigen würdet?" Er verneigte sich, dann ein zweites Mal in Samias Richtung, und eilte mit raschen Schritten auf den Ausgang zu.

 

Eine Stunde später war auch der letzte Besucher verschwunden, und Samia, Azim, William und Madeleine waren im Thronsaal allein. Die Caitiff ließ sich seufzend auf den Thron fallen. "Das wäre überstanden."

Azim nickte. "Ich denke, Ihr könnt Euch jetzt zeigen, Meister."

Die Luft flimmerte kurz, dann stand Farun im Raum, unbewegt wie immer. Samia nickte ihm zu. "Farun ibn Lassat ibn Rashid Ressalk. Ich danke Euch für Euer Eingreifen vorhin."

"Meine Schuld Euch gegenüber ist damit beglichen." Farun sah William und Madeleine an. "Meine Schuld gegenüber Euch beiden noch nicht. Ich werde Jerusalem heute nacht noch verlassen und nicht so bald zurückkehren, aber Ihr wißt, wie Ihr die Hilfe Alamuts einfordern könnt, solltet Ihr sie benötigen." Er verneigte sich leicht vor Samia. "Mein Prinz." Dann wanderte sein Blick zu Azim. "Sohn." Damit verschwand er.

Samia schaute auf die Stelle, wo er eben noch gestanden hatte, dann seufzte sie erneut. "Das wäre also das. Zurück zu unseren Problemen. Zwei davon liegen inzwischen irgendwo im Keller, wie ich vermute?"

Azim nickte. "Meine Leute haben sie in die alten Teile der Kerkeranlagen geschafft. Dort unten ist das reinste Labyrinth aus Treppen und Gängen, da wird sie niemand finden, der nicht von einem von uns geführt wird."

"Gut", meinte Samia. "Wir sollten nicht den Fehler machen, die beiden zu unterschätzen. Ein Setit wird nicht dadurch ungefährlich, daß man ihm den Kopf abschlägt. Und ich nehme doch stark an, daß sie ihr Herz an einem sicheren Ort aufbewahrt hat."

"Wir müssen herausfinden, wo es ist", erklärte William. "Ich würde mir ihre Überreste gerne einmal ansehen. Wenn wir ihr Herz haben, können wir sie erledigen."

"Vielleicht", dämpfte Samia. "Wir wissen nicht, wie nahe sie Kain ist. Sie hat bisher unseres Wissens keine Verbrechen begangen, die eine Blutjagd rechtfertigen, und es ist gut möglich, daß von uns keiner nach den Traditionen das Recht hat, sie zu vernichten." Die Caitiff sah ihn ernst an. "Wir müssen zuerst herausfinden, wie mächtig ihr Blut ist. Ich kann nicht die Traditionen predigen und mich selbst nicht daran halten."

"Da hast du leider recht", gab William zu, "aber das kann ich herausfinden. Laßt uns nach unten gehen."

"Azim kann euch begleiten, ich muß mich hier noch mit einigen Leuten unterhalten. Wir sehen uns später."

 

Azim hatte nicht übertrieben: man brauchte tatsächlich einen ortskundigen Führer, um in die Tiefen des alten Zellentraktes vorzustoßen, ohne sich zu verlaufen. Ilta und die Äbtissin waren in zwei gegenüberliegenden Zellen untergebracht, vor denen einer von Azims Männern Wache hielt. William und Madeleine betraten ohne zu zögern die Zelle der Setitin und machten sich ans Werk. Es dauerte eine ganze Weile, bis sie wieder herauskamen. "Wir sollten mit Samia reden", erklärte William, der nicht besonders zufrieden aussah. Azim nickte und führte sie wieder nach oben. Wenig später trafen sie Samia im Thronsaal.

"Also?" wollte die Caitiff wissen.

"Keine besonders guten Nachrichten", gab William zu. "Erstens: Iltas Blut ist so mächtig wie Madeleines und meines. Nach den Traditionen steht es keinem von uns zu, ihre vitae zu nehmen."

"Das hatte ich fast befürchtet", murmelte Samia. "Das heißt, der einzige, der dieses Recht hätte, wäre Farun. Weiter?"

"Zweitens", fuhr der Ventrue fort. "Wir haben versucht, herauszubekommen, wieso sie überhaupt an dieser ganzen Sache beteiligt ist. Wie es scheint, hatte sie mit Osmadi und Brunhilde ein Abkommen. Sie hat von den beiden irgendein Schriftstück bekommen, und im Gegenzug dazu hat sie sich verpflichtet, sich auf ihre Seite zu stellen. Was für ein Schriftstück das war, wissen wir nicht, aber es muß wichtig für sie gewesen sein. Drittens: Wo ihr Herz sich genau befindet, konnten wir nicht herausfinden. Alles, was wir wissen, ist, daß es von einem ihrer Gefolgsleute auf ein Schiff gebracht wurde und dort bewacht wird. Wo genau das Schiff zur Zeit ist..." Er hob die Schultern.

"Das heißt, wir müssen nach wie vor sehr vorsichtig sein." Samia sah Azim an. "Sorg bitte dafür, daß ihre Zelle ständig bewacht wird. Wir dürfen kein Risiko eingehen, und den Setiten traue ich so ziemlich alles zu."

Azim nickte nur, streifte Madeleine mit einem kühlen Blick und wollte sich zum gehen wenden. Die Lasombra verlor plötzlich die Geduld. Der Assamit hatte sie die ganze Zeit kaum eines Blickes gewürdigt, und wenn doch, waren seine Augen kalt wie Eis gewesen. "Verdammt, Azim, es reicht", fauchte sie. "Ich habe einen Fehler gemacht, ich entschuldige mich dafür. Hör endlich auf, mich so anzusehen."

"Akzeptiert", sagte er nur, und damit schien die Sache für ihn erledigt zu sein.

William sah verständnislos von einem zum anderen. "Was bitte war das eben?"

"Mir ist ein Fehler passiert, wie er einem Anfänger unterläuft", knurrte Madeleine und berichtete von ihrem faux-pas früher am Abend. "Ich ärgere mich über mich selbst. In meiner Position darf so etwas einfach nicht vorkommen."

Samia winkte ab. "Azim hat mir schon davon erzählt. Mach dir keine Sorgen. Besonders geschickt war das zwar nicht, aber ich denke, wir können es sogar noch zu unserem Vorteil nutzen." Sie grinste plötzlich. "Falls tatsächlich jemand gelauscht hat - was glaubst du, wie das die Gerüchteküche anheizen wird? Man wird uns alles mögliche zutrauen."

"Mag sein", brummte Madeleine. "Wenn man so etwas kontrolliert einsetzt, ist das ja durchaus in Ordnung. Es war aber nicht kontrolliert, und das ärgert mich gewaltig. Ich werde langsam unvorsichtig, das kann ich mir nicht erlauben."

William sandte ihr ein beruhigendes Gefühl. Reg dich nicht darüber auf, bat er. Es ist nunmal passiert, und wenn wir vielleicht sogar noch einen Vorteil daraus ziehen können, um so besser. Alles in allem war es doch eine recht erfolgreiche Nacht, findest du nicht?

Dem konnte sie allerdings nicht wirklich widersprechen.

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